Autobatterie prüfen und wechseln
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von Immobilienmakler Freiberg am Neckar
Die Autobatterie ist das Herzstück der Stromversorgung deines Fahrzeugs. Wenn sie versagt, steht dein Auto still – oft in den ungünstigsten Momenten. Ein regelmäßiger Check der Batterie und das Wissen, wie man sie im Notfall selbst wechselt, gehören zum grundlegenden Know-how eines jeden Autobesitzers. In diesem Artikel erfährst du, wie du eine Autobatterie prüfen kannst und bei Bedarf einen Batteriewechsel selbst durchführst.
Warum regelmäßiges Autobatterie prüfen wichtig ist
Die Batterie ist einer der am meisten beanspruchten Teile deines Fahrzeugs, insbesondere in der kalten Jahreszeit. Wenn dein Auto nicht anspringt, ist in etwa 40% der Fälle eine schwache oder defekte Batterie die Ursache. Durch regelmäßige Kontrollen kannst du böse Überraschungen vermeiden und die Lebensdauer deiner Batterie verlängern.
Die durchschnittliche Lebensdauer einer Autobatterie beträgt etwa 3-5 Jahre. Allerdings kann diese je nach Fahrverhalten, Witterungsbedingungen und der Qualität der Batterie variieren. Kurzstreckenfahrten, extreme Temperaturen und häufige Nutzung elektronischer Verbraucher können die Lebensdauer erheblich verkürzen.
Wie in unserem Artikel zur Batteriepflege für zuverlässige Mobilität beschrieben, kann eine gut gepflegte Batterie deutlich länger halten. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem selbst die beste Pflege nicht mehr hilft und die Batterie ausgetauscht werden muss.
Anzeichen für eine schwache Autobatterie
Bevor du zum Autobatterie Prüfgerät greifst, solltest du auf folgende Warnsignale achten:
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Motorstart mit Schwierigkeiten: Wenn der Motor nur langsam oder zögerlich anspringt, kann das ein Zeichen für eine schwache Batterie sein.
Verminderte Leistung der elektrischen Systeme: Schwache Scheinwerfer, langsame Fensterheber oder eine leise Hupe können auf eine nachlassende Batterieleistung hindeuten.
Die Batterie-Warnleuchte im Armaturenbrett: Wenn diese während der Fahrt aufleuchtet, kann ein Problem mit dem Ladesystem oder der Batterie vorliegen.
Aufgeblähtes Batteriegehäuse: Ein geschwollenes Gehäuse deutet auf übermäßige Hitzeentwicklung und einen baldigen Ausfall hin.
Alter der Batterie: Wenn deine Batterie älter als 3-5 Jahre ist, solltest du sie besonders im Auge behalten oder vorsorglich austauschen.
So kannst du deine Autobatterie prüfen
Es gibt verschiedene Methoden, um den Zustand deiner Autobatterie zu überprüfen. Hier sind die wichtigsten:
1. Sichtprüfung
Bevor du mit technischen Hilfsmitteln arbeitest, solltest du die Batterie einer gründlichen Sichtprüfung unterziehen:
Überprüfe das Gehäuse auf Risse, Ausbeulungen oder Auslaufspuren. Ein beschädigtes Gehäuse kann auf einen internen Defekt hinweisen. Achte auf die Batteriepole – sie sollten frei von Korrosion und fest angeschlossen sein. Eine grünlich-weiße Substanz an den Polen deutet auf Korrosion hin, die mit einem Batteriepolreiniger entfernt werden kann.
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2. Spannungsmessung mit einem Multimeter
Ein Multimeter Auto ist ein vielseitiges Werkzeug, mit dem du die Spannung deiner Batterie messen kannst:
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Stelle sicher, dass der Motor und alle elektrischen Verbraucher ausgeschaltet sind. Stelle das Multimeter auf den Gleichspannungsbereich (DC) ein, in der Regel auf 20V. Verbinde das rote Kabel mit dem Pluspol (+) und das schwarze Kabel mit dem Minuspol (-) der Batterie.
Eine gesunde Batterie sollte im Ruhezustand eine Spannung von etwa 12,4 bis 12,7 Volt aufweisen. Werte unter 12,4 Volt deuten auf eine teilweise entladene Batterie hin, während Werte unter 12,0 Volt auf eine stark entladene Batterie hinweisen. In unserem Artikel Batterie richtig testen: Anleitung findest du weitere detaillierte Informationen zu diesem Thema.
3. Belastungstest
Ein Belastungstest gibt Aufschluss darüber, wie die Batterie unter Last arbeitet:
Hierfür benötigst du einen speziellen Batterietester, der die Batterie kurzzeitig belastet. Alternativ kannst du einen einfachen Test durchführen, indem du bei ausgeschaltetem Motor die Scheinwerfer einschaltest. Eine gesunde Batterie sollte die Scheinwerfer für längere Zeit hell leuchten lassen. Wenn sie schnell schwächer werden, deutet das auf eine nachlassende Batterieleistung hin.
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4. Säuredichte-Test (nur bei Nassbatterien)
Bei konventionellen Nassbatterien (nicht bei wartungsfreien oder AGM-Batterien) kann ein Säuredichtemesser Aufschluss über den Ladezustand geben:
Mit einem Batteriesäure Messgerät (Hydrometer) kannst du die Dichte der Batteriesäure messen. Eine hohe Dichte deutet auf einen guten Ladezustand hin, während eine niedrige Dichte auf eine Entladung hinweist.
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Autobatterie selbst wechseln: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn deine Tests ergeben haben, dass die Batterie ersetzt werden muss, kannst du den Wechsel mit etwas handwerklichem Geschick selbst durchführen:
Vorbereitung für den Batteriewechsel
Bevor du mit dem Austausch beginnst, solltest du folgende Vorbereitungen treffen:
Die richtige Batterie besorgen: Achte darauf, dass die neue Batterie die gleichen Spezifikationen (Spannung, Kapazität, Größe, Polanordnung) wie die alte hat. Diese Informationen findest du im Fahrzeughandbuch oder auf der alten Batterie.
Werkzeug bereitstellen: Du benötigst eine Zange oder einen Schraubenschlüssel passend für die Batteriepole, eventuell einen Schraubendreher, Handschuhe und eine Schutzbrille.
Sicherheitsmaßnahmen: Stelle sicher, dass der Motor ausgeschaltet ist und der Zündschlüssel abgezogen wurde. Um einen Datenverlust zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, ein Batterieerhaltungsgerät anzuschließen, das die Bordcomputerdaten während des Wechsels speichert.
Schritt für Schritt zum erfolgreichen Batteriewechsel
Schritt 1: Batterie lokalisieren und zugänglich machen
Bei den meisten Fahrzeugen befindet sich die Batterie im Motorraum, bei einigen Modellen jedoch auch im Kofferraum oder unter dem Rücksitz. Entferne gegebenenfalls Abdeckungen oder Halterungen, um Zugang zur Batterie zu erhalten.
Schritt 2: Alte Batterie abklemmen
Beginne immer mit dem Abklemmen des Minuspols (schwarz, mit „-“ gekennzeichnet), um Kurzschlüsse zu vermeiden. Löse die Polklemme mit einem passenden Werkzeug und lege sie zur Seite, sodass sie nicht mit dem Pol in Berührung kommt. Wiederhole diesen Vorgang für den Pluspol (rot, mit „+“ gekennzeichnet).
Schritt 3: Batterie ausbauen
Löse die Halterungen oder Befestigungsbügel, die die Batterie in Position halten. Hebe die Batterie vorsichtig heraus – Vorsicht, Autobatterien können je nach Typ zwischen 15 und 25 kg wiegen.
Schritt 4: Neue Batterie einbauen
Setze die neue Batterie in die dafür vorgesehene Position ein und befestige sie mit den Halterungen oder Befestigungsbügeln. Achte darauf, dass die Batterie fest sitzt und sich nicht bewegen kann.
Schritt 5: Batteriepole anschließen
Verbinde zuerst den Pluspol und dann den Minuspol. Ziehe die Polklemmen fest an, aber übertreibe nicht, um Beschädigungen zu vermeiden. Wenn die Pole der alten Batterie korrodiert waren, solltest du die neuen Pole mit spezieller Batteriepolfett oder Vaseline einreiben, um zukünftige Korrosion zu vermeiden.
Schritt 6: Funktionstest
Schalte die Zündung ein und prüfe, ob alle elektronischen Systeme funktionieren. Starte dann den Motor, um sicherzustellen, dass die neue Batterie ordnungsgemäß arbeitet.
Entsorgung der alten Batterie
Autobatterien enthalten umweltschädliche Substanzen wie Blei und Schwefelsäure. Entsorge deine alte Batterie daher niemals im Hausmüll! Die meisten Händler, die neue Batterien verkaufen, nehmen alte Batterien kostenlos zurück. Alternativ kannst du sie zu einem Wertstoffhof oder einer Sammelstelle für Sondermüll bringen.
Tipps zur Verlängerung der Batterielebensdauer
Mit den folgenden Tipps kannst du die Lebensdauer deiner neuen Batterie maximieren:
Regelmäßiges Fahren: Kurze Strecken belasten die Batterie, da sie nicht vollständig aufgeladen wird. Versuche daher, regelmäßig längere Strecken zu fahren.
Verbraucher ausschalten: Schalte alle elektronischen Verbraucher (Licht, Radio, Klimaanlage) aus, bevor du den Motor abstellst, um unnötige Belastungen zu vermeiden.
Batterie sauber halten: Reinige die Batteriepole regelmäßig von Korrosion, um einen guten Kontakt zu gewährleisten.
Bei längerer Nichtnutzung: Wenn dein Auto längere Zeit nicht genutzt wird, solltest du entweder die Batterie abklemmen oder ein Batterieladegerät Auto anschließen, um die Batterie auf einem optimalen Ladezustand zu halten.
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Notfallausrüstung: Halte für den Notfall Starthilfekabel oder ein portables Starthilfegerät im Auto bereit.
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Fazit: Mit regelmäßigem Autobatterie prüfen auf der sicheren Seite
Eine regelmäßige Überprüfung deiner Autobatterie und das Wissen, wie du sie bei Bedarf selbst wechseln kannst, sind wichtige Faktoren für eine zuverlässige Mobilität. Mit den richtigen Werkzeugen und etwas Übung kannst du nicht nur Geld sparen, sondern auch unerwarteten Pannen vorbeugen.
Denke daran, dass die Batterie ein zentrales Element deines Fahrzeugs ist. Ihre Pflege sollte daher ein fester Bestandteil deiner regelmäßigen Fahrzeugwartung sein. Mit den in diesem Artikel vorgestellten Methoden zum Autobatterie prüfen und der Anleitung zum Batteriewechsel bist du bestens gerüstet, um deine Batterie stets im optimalen Zustand zu halten.







